Wacholderbeeren

Familie

Zypressengewächse

Ordnung

Koniferen

Wacholderbeeren auch Kaddigbeere, Krammetbeere, Krana- oder Kronawitt, Machandel, Räucherstrauch, Rech- oder Reckolder genannt.

 

Die getrockneten, 6-8 mm großen Beerenpflanzen des immergrünen Wacholderstraußes, der zu den Zypressengewächsen gehört, findet man in ganz Europa und im gemäßigten Asien. Kultiviert wird der Strauch vor allem in Italien. Aus den unscheinbaren Blüten, die an den stacheligen Nadeln sitzen, bilden sich grüne oder auch dunkel-violette Beeren, in Form eines Zapfens. Durch das Trocknen bekommen die Wacholderbeeren ihre bläulichschwarze Farbe. Wacholder ist ein uraltes Heil-, Würz- und auch Zaubermittel. Die alten Ägypter verwendeten die Wacholderbeeren für Mundwasser, den Griechen und Römern galt Wacholder als Mittel gegen Schlangenbisse und im Mittelalter glaubte man, mit Wacholderzweigen den Teufel vertreiben zu können.

Geschmack & Aroma
Wacholder schmeckt süßlichwürzig, leicht harzig-bitter und riecht sehr kräftig.

Verwendung
Wacholder gibt es als ganze getrocknete Beeren zu kaufen. Sie passen sehr gut zu Fleisch– und Wildmarinaden, zum Fischsud, zu herzhaften Rind– und Schweinefleischgerichten, Sauerkraut, Rot- und Weißkohl, aber auch zu Pasteten, und eingelegtem Gemüse. Zerdrückt oder grob zerstoßen ,würzen sie Gelees, Suppen und auch Saucen.

Lagerung
In fest schließenden Behältern – am besten mit Schraubverschluß – kühl und dunkel aufbewahren. So halten sie sich bis zu 3 Jahre.

Anwendung in der Heilkunde
Als Tee wirken Wacholderbeeren harntreibend, appetitanregend, blutreinigend und gegen Darm– und Magenbeschwerden.

ROHSTOFFE